KÖNIGSHAINER HEIMATVEREIN

20.März

Acht Amerikaner der Partnerkirche UCC besuchten Schloss und Kirchengemeinde

Eine achtköpfige Delegation der Wisconsin Conference der amerikanischen Vereinigten Kirche Christi UCC besuchte im März die schlesische Oberlausitz. Mit viel Offenheit und Interesse absolvierten drei Männer und fünf Frauen aus Greendale/Wisconsin unter der Leitung von Reverend David Gaeth in unserer Gegend ein vielfältiges und intensives Programm. Reverend David Gaeth von der Greendale Community Church predigte in der Görlitzer Peterskirche, Generalsuperintendent Martin Herche erinnerte an die seit über dreißig Jahren bestehende Kirchenpartnerschaft zwischen der UCC Wisconsin Conference und der Görlitzer Kirche. Und auch Königshain besuchten die Amerikaner am 20. März, denn hier hatte schon 2005 ihr Conference Minister, Bischof David Moyer, in der Kirche gepredigt. Auf Einladung von Heimatverein und Kirchengemeinde besichtigten sie zuerst den Schlosskomplex, wo sie eine Präsentation zur Orts- und Regionalgeschichte erlebten. Pfarrer Andreas Bertram führte dann durch die Kirche bis hinauf zum Kirchturm. An der Orgel spielte Kantorin Helga Walther, währenddessen Kulturamtsleiter Joachim Mühle dazu kräftig den Blasebalg der Orgel trat (Foto) - so wie in vorelektrischen Jahrhunderten. Weiterhin standen ein Besuch des Nollau-Hauses in Reichenbach, eine Besichtigung des Martinsstiftes in Sohland und verschiedene Gemeindeveranstaltungen und ein Besuch des Musicals „Anatevka” im Görlitzer Theater auf dem Programm der Gäste. Tief bewegt kehrten die Amerikaner von einer Exkursion zum früheren Vernichtungslager Auschwitz zurück, die sie auf eigenen Wunsch unternommen hatten. Die letzten drei Tage vor ihrem Rückflug verbrachten die acht Gäste zusammen mit Partnern der Görlitzer UCC-Arbeitsgemeinschaft in Prag, von wo aus sie am 26. März 2014 ihre Rückreise antraten. (beb)

12. Juli

Ausfahrt des Königshainer Heimatvereins 2014

Nach langen und zähen Verhandlungen mit dem Wettergott konnten wir auf einen schönen Tag für unseren Ausflug hoffen. Und so war es dann auch. Am 12. Juli trafen sich 19 Vereinsmitglieder schon um 7.30 Uhr am Gemeindeamt in Königshain, der Ausflug konnte beginnen. Wir fuhren in Richtung Norden, denn das erste Ziel hieß Neuzelle. Nicht die Kirche, auch Barockwunder Brandenburgs genannt, war unser Ziel, sondern der wunderschöne Garten des ehemaligen Klosters. Dieser Garten wurde 1760 als barocke Parkanlage gestaltet und ist bis heute in seinen Grundstrukturen erhalten geblieben. Natürlich wurde er in den Jahren unterschiedlich genutzt, aber nicht grundsätzlich umgebaut. So ist es in den letzten Jahren möglich gewesen ihn wieder so zu gestalten, dass er zu einem barocken Spaziergang einlädt. Mittelpunkt des Gartens ist die Orangerie. In den Sommermonaten ist sie nicht nur Cafe oder wird zu kulturellen Events genutzt, auch Brautpaare können sich hier das "JA - Wort" geben.

Nach dem gut schmeckenden Mittagessen begab sich jeder auf Entdeckertour durchs Klostergelände. Manche in die katholische Kirche, andere in die evangelische Kirche oder auch in den Laden der Klosterbrauerei.

Unsere nächste Station der Vereinsausfahrt in Brandenburg führte uns nach Forst. Bevor wir dort ankamen, machten wir einen kurzen Abstecher an die Mündung der Neiße in die Oder. Das ehemalige Schifferdorf Ratzdorf das 1997 von der Jahrhundertflut ganz arg getroffen wurde, ist heute hinter Deichen geschützt .In Forst war der Ostdeutsche Rosengarten das Ziel. Anlässlich des 25-jährigen Krönungsjubiläums Kaiser Wilhelm II. gab es in Forst die erste große Rosen- und Gartenausstellung. Sie kann heute als Geburtsstunde der großen Deutschen Rosenschauen betrachtet werden. Heute erwarten den Besucher auf 17 ha mehr als 950 verschiedene Rosensorten. Ob Hochstamm-, Zwergbengal- oder Kletterrose¦ wenngleich auch die Hauptsaison den Rosen gehört, findet man in jeder Jahreszeit blühende und duftende Oasen, z.B. Rhododendrenhaine, Dahlien, Herbstgrüße im Heidegarten und auch Koniferen und Laubgehölze. Ob im Neuheitengarten mit dem Kaskadenbrunnen, im Rosenhof mit Froschbrunnen und Löwenbrunnen oder im Dornröschen Park überall konnten wir verweilen und die Blumen genießen. Da das Wetter während unseres Ausfluges besonders gut war, machten wir natürlich auch eine Pause. Ob im Cafe an den Wasserspielen oder im Restaurant "Rosenflair" der Kaffee, das Eis oder der Kuchen schmeckte allen. Mit müden Beinen und den Kopf voller neuer Eindrücke begaben wir uns dann auch schon auf die Heimfahrt.

Wir freuen uns schon auf den Ausflug im nächsten Jahr!

06.07. -28.07.

Künstleraustausch Königshain-Fulda

Im Juli dieses Jahres hielt sich die Malerin Veronika Zyzik im Barockschloss Königshain auf. Frau Zyzik wurde im oberschlesischen Rybnik geboren und lebt heute in der Rhön. Sie studierte in Kassel Malerei und leitet heute unter anderem die freie Malschule in der Kunststation in Kleinsassen. In Königshain betreute sie nicht nur ihre Ausstellung im Erdgeschoss des Schlosses, sondern sie gestaltete auch Tage des offenen Ateliers. Am Kräutertag konnten die Kinder mit ihr malen, was sie angesichts der heißen Temperaturen auch sehr gern taten. Die nähere Umgebung erkundete sie mit dem Fahrrad, besonders unsere Steinbrüche hatten es ihr angetan. In ihrem Tagebuch entstanden ganz viele Skizzen von unserer Gegend. Auch von Görlitz war sie so begeistert, dass sie den "Mönch" in einem Bild festhielt.

Die Hortkinder unseres Ortes werden sich sicher über den "Maltag" im Schloss gefreut haben. Sich selber als Kunstwerk zu erarbeiten kommt ja nicht so oft vor. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge packte Veronika am 28.Juli nun ihre Bilder und ihre Sachen aus der Ferienwohnung und dem Atelier zusammen. Einerseits freute sie sich auf Zuhause, andererseits hat es ihr so gut gefallen, dass sie auf alle Fälle mit ihrem Mann noch einmal hierher kommen wird. Wir würden uns freuen.

03.08.

Konzert in der Kulturscheune am 3. August

In der Reihe "Folk in der Scheune" konnten wir in diesem Jahr eine Band aus Italien, genauer gesagt aus Ligurien, bei uns begrüßen. Die Band präsentierte Tanzmusik aus Ligurien, die oft mit Melodien aus anderen nahen Kulturen assoziiert wird: mazurcas, sbrandi und monferrine aus Ligurien und dem Piemont, ebenso wie französische und schottische Walzer. Alle Mitglieder der Liguriani sind bekannte Musiker der italienischen Folkszene, die über einen reichen musikalischen Erfahrungsschatz verfügen - von Studio und Radioaufnahmen zu internationalen Tourneen nach Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland, England, Irland, Finnland, Dänemark, Canada und USA. Wir hörten beschauliche und beschwingte Tanzweisen aus den Landschaften Liguriens und des Piemont, Gesänge der Fischer und Balladen von Schiffsuntergängen, Soldaten- und Partisanenlieder aus zwei Weltkriegen.

War es dem Wetter, den Ferien oder anderem schwerwiegenden Gründen geschuldet, dass sich nur circa 50 Personen (darunter Wenige aus Königshain) in unserer Kulturscheune einfanden? Die Musik war frisch und schnell. Das Ensemble konnte aber auch eindringliche sanfte Töne, etwa beim Wiegenlied aus Genua. Später als der Dudelsack leise die Gesangsstimme begleitet, entstehen Anklänge an orientalische Musik, aber sobald die quirlige Flöte sich einschaltet, Violine und Akkordeon dazu kommen, ist es aus mit der Beschaulichkeit.

Die die da waren konnten ein ganz tolles Konzert erleben und auch auf italienische Art genießen. Der Königshainer Heimatverein hatte sich natürlich wieder kulinarisch auf Italien eingestellt.

Vorsitzender Joachim Mühle • Dorfstraße 292 • 02829 Königshain •