„Was wird denn das?“ fragt Könrath, neugierig auf dem Fensterbrett der Schlossküche sitzend. Glasfläschchen werden zurechtgestellt, Holzbrettchen gestapelt, Messer in einem Kasten zurechtgelegt. Mehrere große braune Flaschen stehen auf der Arbeitsplatte. Mindestens 10 mittelgroße Spankörbchen stehen auch bereit. „Hier sieht es ja aus wie in einer Hexenküche!“
„Wir wollen doch am Montag Kräuteröl herstellen. Sieh mal, hier sind auch die Trichter zum Abfüllen.“ Könrath schaut genauer hin, sieht aber nur eine Reihe Gewürzgläschen. „Da fehlen aber noch die Kräuter!“
„Die Hortkinder kommen ja erst Montag. Bis dahin dürfen die Kräuter noch im Kräutergarten wachsen. Wir wollen ja mit frischen Kräutern arbeiten.“
Die frischen Kräuter werden gewaschen, gründlich abgetupft, in die kleinen Glasfläschchen gelegt und mit gutem Öl abgedeckt. Wenn man mag, kann man noch passende Gewürze dazugeben. Jetzt muss das Öl allerdings luftdicht verschlossen ziehen, damit zwei bis drei Wochen lang die Aromen aufgenommen werden können. Dann kann es verwendet werden.
„Ich freu mich schon auf die Kinder! Hier in den Spankörbchen werden wir die Kräuter sammeln.“
Damit im Kräutergarten immer frische Kräuter wachsen, braucht er immer Zuwendung.

